Das Arbeitspaket „Sediment Assessment“


Unsere Aufgaben in Sullied Sediments umfassen insbesondere das Arbeitspaket 3 – die Entwicklung einer Sedimentklassifizierung, die die ökologische Sicherheit verbessert, ohne die Kosten für Sedimentmanagementmaßnahmen zu steigern. Im Rahmen des Projekts untersuchen wir den anderen Partnern dieses Arbeitspaktes,

  1. ob ein Ansatz, der stärker wirkungsorientiert ist, also die ökotoxikologischen Effekte kontaminierter Sedimente berücksichtigt, die biologischen Gemeinschaften vor Schäden besser schützt, als es chemische Grenzwerte allein vermögen.
  2. woher Unterschiede zwischen ökotoxikologischen Werten verschiedener Labore kommen,
  3. welche Testkombinationen und Kriterien möglich bzw. notwendig sind, um z.B. für Hafenbetreiber robuste und reproduzierbar verlässliche Entscheidungen zur Bewirtschaftung kontaminierter Sedimente zu treffen.

Um diesen Bewertungsansatz zu entwickeln, muss zunächste eine umfangreiche Datenlage geschaffen werden, in dem an unterschiedlichen Sedimenten chemische, ökotoxikologische und Lebensgemeinschaftsdaten erhoben werden. In Kooperation mit England, Belgien und den Niederlanden wurden bisher fast zeitgleich 4 Probeannahmen an je 3 Standorten pro Probennahme durchgeführt. Die Sedimentproben werden umfangreich chemisch und ökotoxikologisch untersucht und bewertet – nicht nur im Hinblick auf gängig gemessene chemischen Kontaminanten. Vielmehr liegt ein wesentliches Augenmerk des Projektes auch auf den Watchlist-Chemicals der EU, von denen drei endokrin wirksame Substanzen in allen Sedimentproben untersucht werden sollen. Aber auch die spezifischen Wirkungen von Herbidziden, die über Oberflächabflüsse in Gewässer eingetragen werden, sind für uns von großem Interesse.