Panorama

Das Projekt Panorama ist ein Europäisches, innovatives Ausbildungs-Netzwerk und wird durch die Europäische Kommission im Rahmen der Marie Skolodowska-Curie Actions gefördert.

Das PANORAMA-Projekt bringt die Fähigkeiten von (Geo-)Chemikern, (Hydro-)Geologen und (Öko-)Toxikologen zusammen, die in einem Konsortium von 14 Partneruniversitäten und 4 privaten Partnern zusammenarbeiten, um 15 Doktoranden auszubilden. Das Projekt wird Ausbildung und modernste Forschungswerkzeuge durch Feld-/Analyse-/Experiment-/Modellierungsansätze kombinieren. Diese enge Partnerschaft von Mitgliedern akademischer und nicht-akademischer Sektoren innerhalb des Konsortiums stellt eine einzigartige Gelegenheit für Doktorand:innen dar, ein breites Spektrum an Fähigkeiten sowohl in der Grundlagenforschung als auch in themenübergreifenden Fähigkeiten zu entwickeln. Forschungsthema dieses Netzwerkes ist die Untersuchung des Verhaltens von Seltenen Erden in der Umwelt.

Heutzutage werden Seltene Erden (REE) sowohl in der Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie als auch in unserem täglichen Leben verwendet. Von Smartphones bis hin zur Erdölraffinierung sind sie nun vollständig Teil unserer Lebens- und Produktionsweise. Obwohl diese Ressourcen hauptsächlich in China produziert werden, ist der Zugang zu REE für Europa von strategischer Bedeutung. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass bei der Gewinnung, der Raffinierung und der zunehmenden Verwendung von Seltenen Erden giftige Abfälle entstehen.
Mit diesen beiden Schlüsselelementen im Hinterkopf haben sich daher in letzter Zeit mehrere Forschungs- und Industrieprojekte der Identifizierung von geologischen Ressourcen (potenziellen Vorräten) von REE auf dem europäischen Kontinent sowie der Entwicklung von ethisch und ökologisch verantwortungsvolleren Extraktionsprozessen gewidmet. Doch obwohl bereits Störungen in einigen biogeochemischen Kreisläufen der Seltenen Erden identifiziert wurden, ist das Umweltrisiko, das mit dem Betrieb von Seltenen Erden und ihrer Verbreitung verbunden ist, noch keiner eingehenden Folgenabschätzung unterzogen worden.

Das interdisziplinäre Projekt hat das Ziel, das gesamte Umweltverhalten der Seltenen Erden zu untersuchen. Genauer gesagt: ihr Vorkommen; Speziation; Transfer; Bioverfügbarkeit und Biotoxizität von ihren Quellen zu den verschiedenen Umweltkompartimenten und ihre damit verbundenen Auswirkungen auf die Umweltgesundheit.